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Wussten Sie schon....?
Woher stammt der Name "Plasma"?
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| Plasma kommt aus dem Griechischen und bedeutet "das Gebilde". Nach den Aggregatszuständen "gasförmig", "flüssig" und "fest" handelt es sich um den vierten möglichen Zustand der Materie. Gut 99 Prozent der bislang bekannten Materie des Universums befindet sich im Plasmazustand. Auf der Erde sehen Sie Plasmen durch das Nordlicht oder in Form von Blitzen. Mittels einer hochfrequenten Spannungsquelle erzeugt sogar eine Glühlampe Plasma. |
 Naturgewalt Blitz: Eine Form des Plasmas |
Wer hat den Plasmafernseher erfunden?
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| Die Geschichte des Plasmafernsehers ist noch sehr jung. Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden im Zuge der ersten HDTV-Ausstrahlungen in Japan Mittel und Wege gesucht, das neue Bildformat attraktiv in die Öffentlichkeit zu tragen. Große Bilddiagonalen waren mit der Braunschen Röhre aufgrund der Ausmaße und des Gewichts nicht praktikabel. 1994 wurde das "Hi-Vision Plasma Display Panel Consortium" vom japanischen Staatssender NHK gegründet, mit dem Ziel, pünktlich zu den Spielen 1998 in Nagano Plasmafernseher anzubieten. 25 Firmen traten dieser Kooperation bei, darunter Matsushita (Panasonic), Pioneer und Fujitsu. Somit besitzt der Plasmafernseher, der als Gemeinschaftsprojekt führender am Markt jedoch im Wettstreit stehender Technologieanbieter entwickelt wurde, mehrere Väter. Die Technologie ist zudem auf die Wiedergabe von bewegten Bildern auf großen Diagonalen optimiert, während LCD-Fernseher ihren Ursprung in der kleinformatigen Computeranwendung besitzen, in der statische Bilder überwogen. |
Was macht Plasmafernseher so besonders?
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Plasmafernseher sind auf die Wiedergabe von Bewegtbildern optimiert und dies bei Bilddiagonalen über einem Meter. Die Leistungsaufnahme liegt bei realistischen Messungen und in Anbetracht der Größe sogar unterhalb des Verbrauchs einer Röhre, sodass die zusätzlichen Betriebskosten moderat ausfallen. Die rasche Zündung der Plasmazellen begünstigt scharfe Abbildungen auch bei schnellen Kamerabewegungen. Fernseher mit Plasmatechnologie punkten mit sehr guten Kontrastwerten, sodass die Bildtiefe und die subjektive Schärfe überdurchschnittlich hoch ausfallen. Für die Filmwiedergabe ist der Plasma ideal, denn ein nahezu optimaler Schwarzwert sowie der uneingeschränkte Betrachtungswinkel liefern beste Filmbilder aus allen Perspektiven. Plasmas zeigen nicht nur mit HDTV-, sondern auch mit PAL-Quellen ein beeindruckendes Ergebnis.
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Wo liegen die Schwächen der Plasmatechnologie?
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Kleine Bilddiagonalen von 32 Zoll (entspricht 82 Zentimeter) und weniger sind mit Plasmazellen nur unwirtschaftlich herzustellen, sodass auf eine Produktion verzichtet wird. Somit sind Plasmafernseher erst ab einer Bildgröße von 37 Zoll erhältlich. Die Auflösung ist im Vergleich zu LCDs gleicher Größe geringer, denn die Dots benötigen einen gewissen Raum. Einen Plasma mit voller HD-Auflösung gibt es bislang erst ab 50 Zoll – kleinere Bildgrößen um 42 Zoll werden in diesem Jahr erwartet.
Die Kosten für mehr Bildpunkte sind im Vergleich zu LCDs sehr hoch, sodass ein Plasma mit zwei Millionen Bildpunkten 8 500 Euro kostet – doppelt so viel wie ein ebenbürtiger Plasma mit einer Million Bildpunkten.
Plasmas verbrauchen bei lichtstarken Bildern mehr Energie. Je größer der Weißanteil des Bildes, desto höher schnellt die Stromrechnung, sodass Plasmas im Fernsehbetrieb (Nachrichten, Shows) weniger wirtschaftlich arbeiten als ein LCD-Fernseher. Um den Stromverbrauch noch weiter zu reduzieren und den Schwarzwert zu verbessern, leuchten Plasmas meist geringer als LCDs. Im Zusammenspiel mit den verbauten Glasscheiben ergeben sich Nachteile bei einer Aufstellung unter grellem Lichteinfall. Plasmas spielen erst in normaler Wohnzimmerumgebung ihre Vorteile aus. Je stärker das Umgebungslicht gedimmt wird, desto besser ist der Bildeindruck. |
 Plasma-Fernseher verbrauchen einiges an Strom. |
Können statische Bildanteile einbrennen?
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Zunächst bedeutet „Einbrennen“ nichts weiter als Nachleuchten. Entgegen Meinungen der Plasmavertreter „brennt“ jeder Plasma ein. Nach einer Stunde können helle Schriften, beispielsweise das Torverhältnis in einem Fußballspiel, nachleuchten. Dieser Vorgang ist jedoch reparabel und verschwindet nach längerer Zeit. Hat ein Neugerät mehr als 200 Betriebsstunden auf der Röhre, sinkt die „Einbrenngefahr“ rapide. Ein Nachleuchten lässt sich dann nur noch selten beobachten. Sie können somit auch Fotos, Computerprogramme und Videospiele auf einem Plasma darstellen, ohne dauerhafte Defekte befürchten zu müssen.
Richtige Einbrenneffekte sehen Sie an Flug- oder Bahnhöfen. Die Schriften der Fahrpläne sind dort nach mehreren Tagen Dauerbelastung tatsächlich eingebrannt und der Plasma irreparabel beschädigt.
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| Autor: Christian Trozinski |
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