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Panasonic TH-42PZ800

Das breit gefächerte Plasma-Angebot von Panasonic deckt alle Preiskategorien ab. Mit dem aktuellen Topmodell "TH-42PZ800" loten die Japaner die eigenen Grenzen aus. Wir waren gespannt, ob der Sprung in die Eliteklasse der Fernseher gelingt.



Plasmas erster Klasse

Die Einstiegs- und Mittelklassemodelle "PX80", "PZ80" und "PZ85" erbrachten in unseren Tests nicht nur gute Bildleistungen, sondern besitzen auch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der deutliche Preisaufschlag zum "PZ800" ist äußerlich in einem leicht veränderten Design, das auch höheren Ansprüchen genügen sollte, sowie einer zusätzlichen HDMI-Schnittstelle ersichtlich. Die verbesserte Frontscheibe trotzt selbst stärkeren Einwirkungen, bietet allerdings keinen Schutz gegenüber einfallendem Licht. Bereits im ausgeschalteten Zustand ist eine deutliche Aufhellung der Bildfläche erkennbar, wenn Licht direkt auf die Mattscheibe fällt. Der Plasma ist durch eine Drehscheibe im Standfuß schwenkbar. Eine Sicherheitsklemme verhindert, dass das Stromkabel unbeabsichtigt aus der Fassung fällt. Das beiliegende Benutzerhandbuch fällt sparsam aus, eine ausführliche Dokumentation finden Sie auf der mitgelieferten CD oder im Intenet. Die Aufstellung des Fernsehers sollte freistehend erfolgen, um die Wärmeabfuhr an der Oberseite zu gewährleisten. Mehrere Lüfter kümmern sich um die Kühlung, Störgeräusche nahmen wir nicht wahr.

Anpassungsfähig

Fernsehliebhaber erwartet neben den bekannten EPG- und Videotextfunktionen eine Bild-in-Bild-Option, die die gleichzeitige Darstellung von TV-Sendungen via DVB-T und einer externen Quelle ermöglicht. Eine Wiedergabe mehrerer HDMI-Bildquellen ist nicht möglich. Für eine unkomplizierte Foto-Diaschau bietet der Plasma-TV einen SD-Karteneingang. Die Inbetriebnahme gestaltet sich einfach, nur wenige Parameter können vom Nutzer beeinflusst werden. Die Eingangswahl listet auf Knopfdruck alle Anschlüsse übersichtlich auf, der regelmäßige Startvorgang in den Antennenmodus ist allerdings unpraktisch.

Der neue Eintrag im Bildmenü namens "Digital Cinema Colour" ermöglicht die Anpassung des Farbraums an gängige Videostandards. Die Automatikfunktion arbeitet hierbei nicht zuverlässig, weshalb dieser Wert auf "Aus" eingestellt werden sollte. Bislang unterstützen nur HD-Camcorder die verbesserte Farbenpracht, Fernsehmaterial, DVDs und Blu-rays zeigen mit "Digital Cinema Colour" dagegen eine Übersättigung. Die nützliche Voreinstellung "Eco" reduziert den Stromhunger des Plasmas in dunklen Räumen. Per integrierten Helligkeitssensor passt der Fernseher die Bildhelligkeit stufenlos an; je dunkler der Raum, desto niedriger die Helligkeit und damit die Leistungsaufnahme.

Erhellende Momente

Im Gegensatz zu manchem Konkurrenten drosselt
Panasonic die Helligkeit des Bildes selbst
dann nicht, wenn ganzflächig leuchtstarke
Aufnahmen dargestellt werden. Zwar geht dies
zulasten des Stromverbrauchs, doch auch bei
Tageslicht reicht die Leuchtkraft des Plasmas
für kontrastreiche Bilder aus. Der "Eco"-Modus
ermöglicht alternativ die automatische Anpassung
an den Wohnraum. Farbdarstellung und
Helligkeitsverteilung im Bild richten sich nach
dem Eingangssignal und weisen nur geringe
Abweichungen auf. Durch die Möglichkeit,
den erweiterten Farbraum auf die Videonorm
abzustimmen, zeigen sich besonders Grüntöne
natürlicher als bei den Mittelklassemodellen.
Weitere Vorteile ergeben sich allerdings nicht.
Weder im Kontrast noch in der Bewegungsdarstellung
oder Bildschärfe kann sich der "PZ800"
von den "PZ80/85"-Modellen absetzen. Der
auffällige grüne Schweif an kontraststarken
Konturen bleibt beim Topmodell ebenso bestehen,
wie Farbblitzer und das Großbildfl immern,
das trotz 100-Hertz-Darstellung sichtbar ist. Die
Nachbearbeitung von Kinosignalen einer Blu-ray
bleibt Geschmackssache. Die Elektronik erzeugt
weichere Bewegungen, das Ergebnis kann allerdings
zur Künstlichkeit neigen und nicht selten
fällt die Bewegungsglättung aus dem Takt.

Normale TV-Signale bildet der Panasonic in
guter Bildschärfe ab, eine leicht unsaubere
Farbkonvertierung begünstigt aber eine grobe
Konturzeichnung. Wer die Wahl hat, sollte seinen
DVD- oder Blu-ray-Player mit der Bildbearbeitung
betrauen und das Signal via HDMI in
1 080p oder 1 080p24 zuspielen. Als praktisch
erweist sich die Darstellung ohne Bildbeschnitt
mit allen Signal-Quellen.

Im Bereich Film und Fernsehen macht Panasonics
Plasma eine gute Figur. Der makellose
Blickwinkel ermöglicht die freie Wahl der Sitzplätze,
die neutrale Farbwiedergabe neigt selbst
in dunklen Szenen nicht zum Blaustich und der
hervorragende Bildkontrast erzeugt greifbare
Bilder. In hellen Räumen wirkt einzig die nicht
kontrastoptimierte Frontscheibe störend. In
dunklen Räumen steigert sich der Bildkontrast
deutlich, aufmerksame Augen erkennen aber
bei seitlicher Betrachtung die dreifache Bilddarstellung
infolge der mehrschichtigen Schutzscheibe.

Gutes verbessert

Panasonics Premium-Fernseher kann sich
überraschend wenig von den preisgünstigeren
"PZ80/85"-Modellen absetzen. Bis auf Details
in der Ausstattung sowie eine zusätzlich anwählbare
Farbdarstellung bleibt das Ergebnis
auf einem sehr hohen, aber gleichwertigen
Niveau. Sämtliche Stärken und Schwächen im
Bild, die die kleineren Modelle aufweisen, finden
sich auch beim "PZ800", was angesichts
der überzeugenden Vorstellungen in unseren
Tests jedoch kein Nachteil ist. Sollten Sie auf
vier HDMI-Eingänge und eine Bild-in-Bild-Darstellung
angewiesen sein, ist der Aufpreis eine
Überlegung wert. Für alle weiteren Panasonic-
Fans, die große Bilder in erstklassiger Qualität
erleben möchten, bleiben die günstigeren
"PZ80/85"-Modelle die erste Wahl.





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