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Denon AVR-2809

Obwohl der Begriff "Mittelklasse" schon ein wenig in die Jahre gekommen ist, schaffen es einige Hersteller, ihn immer wieder neu zu definieren. Auch Denon platziert in diesem Jahr mit dem "AVR-2809" einen Heimkinoverstärker zwischen Einsteiger- und Oberklasse – ein AV-Receiver mit Format.



Klasse statt Masse

Klare Linien, solide Konstruktion und moderne Audio- und Videoverarbeitung – Schlagworte, die bei Denon ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Dieses einfache, aber effektive Konzept wurde im "AVR-2809" umgesetzt. Der AV-Receiver beinhaltet einen Faroudja-DCDi-Videoprozessor, der es ermöglicht, sämtliche analogen Signale in 1 080p zu konvertieren. Burr-Brown-Wandler und gleich zwei 32-Bit-Sharc-Fließkomma-DSPs sorgen sich um die Aufbereitung der Audiosignale. Chipseitig ist man somit auf dem neusten Stand der Technik. Neben vier HDMI-Eingängen und einem -Ausgang finden sich insgesamt sieben Endstufen, die das Heimkino mit einer Leistung von bis zu 150 Watt pro Kanal befeuern können. Zudem beherrscht der Denon die aktuelle Version von Audysseys MultEQ XT und Dynamic EQ. Für die automatische Lautstärkebegrenzung greift der Hersteller auf Audyssey Dynamic Volume zurück. Dank dieser Maßnahmen können Sie 5.1- oder 7.1-Beschallungsaufgaben mit den neuen Tonformaten selbst in einem kompliziertem Umfeld realisieren. Für den Mehrzonenbetrieb stehen ebenfalls genügend Konfigurationen der Endstufen und Eingänge zur Verfügung. Neben der Hauptfernbedienung, die mit Touchpanel daherkommt, steht noch eine zweite für den 2-Zonen-Betrieb bereit.



Das Klangbild kann im Stereo- und Mehrkanalbetrieb punkten. Wenn auch die Endstufen bei hohen Lautstärken nicht mehr ganz so lässig spielen und das Klangbild ein wenig zu pumpen beginnt – für die meisten Anwendungen sollte die gebotene Leistung mehr als ausreichend sein. Besonders in puncto Räumlichkeit macht sich die gute Wiedergabequalität und Einmessung schnell bemerkbar. Die weiteren Funktionen, wie der Dynamic EQ oder Dynamic Volume, die über das Menü wahlweise aktiviert oder deaktiviert werden können, runden das Angebot an klanglichen Möglichkeiten ab. Besonders Dynamic Volume dürfte so manchem Mieter in einem Mehrfamilienhaus den Heimkinogenuss erst ermöglichen: In drei verschiedenen Stufen können Sie die Dynamik bei gleichbleibender Lautstärke senken. Das schont nicht nur die Nerven der anderen Mieter, sondern sorgt vor allem für einen stressfreien Filmgenuss. Dynamic EQ gleicht dagegen die einzelnen Frequenzen passend zur gewählten Lautstärke dem menschlichen Hörempfinden an, um bei geringen Pegeln einer Mittenbetonung entgegen zu wirken. Aus Sicht des klanglichen Spektrums kann man den "AVR-2809" mit dem in die Jahre gekommenen "AVR-2807" kaum noch vergleichen. Der neue klingt selbst im Pure-Direct-Modus frischer im Hochton- und zupackender im Tieftonbereich. Zuweilen drängt sich allerdings der Verdacht auf, dass neben der technischen Verbesserung noch ein wenig nachgeholfen wurde – dem Film- und Musikvergnügen ist die neu entdeckte Lebendigkeit jedoch nur zuträglich.

Bandbreite

Im Herzen der Videoverarbeitung werkelt ein bekannter Faroudja-Videoprozessor, der für das gesamte Upscaling zum Einsatz kommt. Sollte sich in Ihrem Heimkino noch bessere Bildelektronik befinden, lässt sich der Chip auch ohne Weiteres für die Eingänge am AV-Receiver deaktivieren. Dies ist aber nur selten notwendig, denn weder bei Video- noch Filmmaterial zeigt der Denon echte Schwächen. Analoge TV-Signale profitieren von einer detailreichen Skalierung samt angenehmer Kantenglättung. Flimmernde Konturen werden damit gut unterbunden. Filmaufnahmen auf DVD vermag der Chip ebenfalls vollautomatisch zusammenzufügen und nur in seltenen Fällen gerät die Verarbeitung aus dem Takt. Während Sie analoge Signale umwandeln können (bis 1 080p), ist für die digitale Bildzuspielung nur die Weiterleitung vorgesehen.

Wegbegleiter

Mit dem neuen "AVR-2809" bringt Denon ein Gerät in die Wohnzimmer, das sich in Sachen Ausstattung und Verarbeitung auf der Höhe der Zeit bewegt. Die Elektronik schafft den Spagat zwischen moderner DSP-Verarbeitung und solider und anwenderfreundlicher Beschaffenheit. Klangtechnisch kann der Denon anderen seiner Klasse locker das Wasser reichen und schließt zu seinen teureren Brüdern aus dem Vorjahr auf. Vergleicht man den "AVR-2809" mit zwei Jahre alten Receivern bis 1 500 Euro, wird man verwundert die Ohren spitzen und bislang ungehörten Details lauschen. Mit einer ordentlichen Endstufenleistung bildet er das perfekte Bindeglied zwischen Einsteiger- und Oberklasse. Videoseitig bietet der "AVR-2809" alles, was man von einem solchen Gerät erwartet: Eine gekonnte Wandlung von analogen Bildsignalen auf HDMI 1 080p geht Hand in Hand mit reichhaltigen Anschlüssen. In Verbindung mit Ihrer Heimkinoelektronik sollten Sie so für die kommenden Eventualitäten gerüstet sein.





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